Arten von Zahnfehlstellungen und Anomalien in der Kieferorthopädie Quelle: ib-designartwork.de

Geringfügige Zahnfehlstellungen korrigieren: Optionen und Kosten

13. Februar 2025

 

Nicht jede Zahnfehlstellung ist gravierend, doch selbst kleine Unregelmäßigkeiten können das Erscheinungsbild eines Lächelns erheblich beeinflussen. Während ausgeprägte Zahnfehlstellungen oft mit festen Zahnspangen oder aufwendigen kieferorthopädischen Behandlungen korrigiert werden müssen, gibt es für leichte Fehlstellungen eine Vielzahl von weniger invasiven Lösungen. Diese Korrekturen sind nicht nur ästhetisch vorteilhaft, sondern auch funktional sinnvoll, da sie dazu beitragen können, die Mundhygiene zu erleichtern und langfristige Zahnprobleme zu vermeiden.

 

Wann ist eine Korrektur sinnvoll?

Ob eine geringfügige Zahnfehlstellung korrigiert werden sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Häufig stehen ästhetische Gründe im Vordergrund, wenn beispielsweise schiefe Schneidezähne oder kleine Zahnlücken das harmonische Gesamtbild des Gesichts stören. Doch es gibt auch funktionale Aspekte, die eine Korrektur erforderlich machen können. Eine ungleichmäßige Zahnstellung kann die Reinigung erschweren, sodass sich Plaque und Bakterien leichter festsetzen, was das Risiko für Karies und Zahnfleischerkrankungen erhöht. Zudem kann eine ungleiche Belastung der Zähne beim Kauen langfristig zu Abrieb und Beschwerden im Kiefergelenk führen.

Besonders bei Erwachsenen, die bereits eine kieferorthopädische Behandlung hinter sich haben, können sich mit der Zeit erneut kleine Zahnverschiebungen einstellen. In solchen Fällen kann eine erneute Korrektur sinnvoll sein, um das erzielte Ergebnis dauerhaft zu bewahren.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Für leichte Zahnfehlstellungen stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung, die je nach individuellen Wünschen, medizinischen Notwendigkeiten und finanziellen Rahmenbedingungen gewählt werden können. Während feste Zahnspangen bei schweren Fällen notwendig sind, bieten moderne Methoden diskrete und alltagstaugliche Alternativen.

 

Aligner – Unsichtbare Zahnschienen für leichte Korrekturen

Aligner haben sich in den letzten Jahren als eine der bevorzugten Methoden zur Korrektur von leichten Zahnfehlstellungen etabliert. Diese transparenten Zahnschienen bestehen aus einem dünnen Kunststoffmaterial und werden individuell angefertigt, um die Zähne nach und nach in die gewünschte Position zu bewegen. Der große Vorteil von Alignern ist, dass sie nahezu unsichtbar sind und im Alltag kaum auffallen.

Die Behandlung mit Alignern erfordert, dass die Zahnschienen täglich für mindestens 20 bis 22 Stunden getragen werden. Alle paar Wochen erfolgt der Wechsel zu einer neuen Schiene, die die Zahnbewegung schrittweise fortsetzt. Da Aligner herausnehmbar sind, gibt es keine Einschränkungen beim Essen oder Trinken, und auch die Zahnpflege bleibt unkompliziert. Die durchschnittliche Behandlungsdauer variiert je nach Fehlstellung, liegt aber in der Regel zwischen drei und neun Monaten.

 

Veneers – Sofortige optische Korrektur von Unregelmäßigkeiten

Wenn die Zahnfehlstellung nur minimal ist und keine funktionellen Einschränkungen verursacht, können Veneers eine interessante Alternative sein. Dabei handelt es sich um hauchdünne Keramikschalen, die auf die Zahnvorderseite geklebt werden, um kleine Unregelmäßigkeiten auszugleichen. Veneers eignen sich insbesondere zur optischen Korrektur von schiefen oder leicht gedrehten Schneidezähnen sowie für das Schließen kleiner Zahnlücken.

Ein wesentlicher Vorteil von Veneers ist die sofortige Verbesserung des Erscheinungsbildes. Während kieferorthopädische Behandlungen mehrere Monate dauern, kann mit Veneers innerhalb weniger Wochen ein optimales ästhetisches Ergebnis erzielt werden. Allerdings erfordert das Anbringen von Veneers oft eine geringfügige Abtragung des Zahnschmelzes, sodass es sich um eine irreversible Methode handelt.

 

Retainer – Langfristige Stabilisierung nach der Korrektur

Unabhängig von der gewählten Methode ist es entscheidend, das Behandlungsergebnis langfristig zu stabilisieren. Die Zähne haben die natürliche Tendenz, sich mit der Zeit wieder in ihre ursprüngliche Position zurückzubewegen. Um dies zu verhindern, werden nach der Korrektur Retainer eingesetzt. Dabei handelt es sich um dünne Drähte, die auf der Rückseite der Zähne befestigt werden, oder um herausnehmbare Kunststoffschienen, die in der Nacht getragen werden.

Ein festsitzender Retainer ist besonders diskret, da er auf der Zahninnenseite befestigt wird und keine Einschränkungen im Alltag verursacht. Herausnehmbare Retentionsschienen bieten hingegen mehr Flexibilität, erfordern jedoch eine konsequente Tragedisziplin, um das Ergebnis der Zahnkorrektur dauerhaft zu sichern.

 

Welche Kosten entstehen bei der Korrektur leichter Zahnfehlstellungen?

Die Kosten für eine Zahnkorrektur hängen von der gewählten Methode sowie vom Umfang der Behandlung ab. Da die Korrektur von geringfügigen Zahnfehlstellungen meist als ästhetische Maßnahme eingestuft wird, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten in der Regel nicht. Private Krankenversicherungen oder Zahnzusatzversicherungen können jedoch in bestimmten Fällen eine Kostenbeteiligung anbieten.

Aligner sind in der Regel eine kostengünstigere Alternative zu festen Zahnspangen. Je nach Anbieter und Behandlungsumfang bewegen sich die Preise zwischen 1.500 und 4.000 Euro. Veneers sind meist teurer und kosten pro Zahn zwischen 600 und 1.500 Euro. Ein festsitzender Retainer kostet zwischen 300 und 600 Euro, während herausnehmbare Retentionsschienen ab 100 Euro erhältlich sind.

Da sich die Kosten je nach Zahnarzt oder Kieferorthopäde unterscheiden können, lohnt es sich, verschiedene Angebote einzuholen und eine Beratung in Anspruch zu nehmen. In manchen Fällen kann auch eine Ratenzahlung oder eine Finanzierungsmöglichkeit angeboten werden, um die Behandlung erschwinglicher zu machen.

 

Fazit: Kleine Korrekturen für ein optimales Lächeln

Leichte Zahnfehlstellungen lassen sich heutzutage schnell und effektiv korrigieren. Dank moderner Behandlungsmethoden wie Alignern, Veneers oder Retainern müssen Patienten keine festen Zahnspangen tragen, um ihr Lächeln zu verbessern. Die Wahl der richtigen Methode hängt von den individuellen Bedürfnissen, ästhetischen Erwartungen und finanziellen Möglichkeiten ab. Eine frühzeitige Beratung bei einem Kieferorthopäden oder Zahnarzt kann helfen, die beste Lösung zu finden.

Neben der optischen Verbesserung tragen viele dieser Maßnahmen auch zur langfristigen Zahngesundheit bei. Gerade bei Zahnfehlstellungen, die die Zahnpflege erschweren oder zu Kieferproblemen führen könnten, lohnt sich eine frühzeitige Korrektur. Wer in seine Zahngesundheit investiert, profitiert nicht nur von einem schönen Lächeln, sondern auch von langfristigem Wohlbefinden.