Zähneknirschen (Bruxismus): Kann eine Zahnspange die Zähne vor Abnutzung schützen?

21. Januar 2026

Was beim Zähneknirschen im Mund passiert

Zähneknirschen, medizinisch als Bruxismus bezeichnet, ist eine weit verbreitete Funktionsstörung. Betroffene pressen oder reiben die Zähne meist unbewusst aufeinander, häufig nachts während des Schlafs.

Dabei wirken enorme Kräfte auf Zähne, Kiefergelenke und Muskulatur. Diese Belastung übersteigt die normale Kaukraft deutlich und kann langfristig zu Schäden führen.

Folgen von unbehandeltem Bruxismus

Anhaltendes Knirschen führt zu Abrieb der Zahnoberflächen, feinen Rissen im Zahnschmelz und in schweren Fällen zu Zahnfrakturen. Auch Zahnfleischrückgang und Überempfindlichkeiten sind mögliche Folgen.

Zusätzlich treten häufig Verspannungen der Kaumuskulatur, Kopfschmerzen oder Kiefergelenkbeschwerden auf. Viele Betroffene bemerken das Knirschen erst, wenn bereits Schäden entstanden sind.

Zusammenhang zwischen Zahnstellung und Knirschen

Eine ungünstige Zahn- oder Bissstellung kann Bruxismus begünstigen. Treffen Zähne nicht gleichmäßig aufeinander, versucht der Körper durch Pressen oder Reiben einen Ausgleich zu schaffen.

Diese Fehlbelastung kann das Knirschen verstärken. Eine kieferorthopädische Korrektur setzt hier an, indem sie die Zahnkontakte harmonisiert und das Kausystem entlastet.

Welche Rolle die Zahnspange spielt

Eine Zahnspange kann dazu beitragen, die Ursachen des Knirschens zu reduzieren. Durch die Korrektur der Zahnstellung wird die Kraft beim Zubeißen gleichmäßiger verteilt.

Wichtig ist jedoch zu betonen, dass eine Zahnspange Bruxismus nicht immer vollständig beseitigt. Sie kann jedoch die schädlichen Auswirkungen deutlich verringern und die Zahnsubstanz schützen.

Kombination mit Schienentherapie

In vielen Fällen wird die kieferorthopädische Behandlung durch eine Schienentherapie ergänzt. Knirscherschienen schützen die Zähne vor weiterem Abrieb und entlasten die Kiefergelenke.

In der Praxis von Dr. Barloi wird individuell entschieden, welche Kombination aus Zahnspange, Schiene und weiteren Maßnahmen sinnvoll ist.

Langfristige Vorteile einer Bisskorrektur

Eine stabile Bisslage reduziert nicht nur die Abnutzung der Zähne, sondern kann auch Verspannungen und Schmerzen lindern. Viele Patientinnen und Patienten berichten über eine deutliche Verbesserung ihres Wohlbefindens.

Besonders im Erwachsenenalter ist eine frühzeitige Abklärung wichtig, um irreversible Schäden zu vermeiden.

Häufige Fragen zu Bruxismus und Kieferorthopädie

Kann eine Zahnspange Bruxismus heilen?
Nicht immer, aber sie kann die Ursachen reduzieren.

Ist Knirschen nur ein Stressproblem?
Stress ist ein Faktor, aber nicht die einzige Ursache.

Hilft eine Schiene allein aus?
Sie schützt, behebt aber nicht immer die Ursache.

Ist eine Behandlung auch im Erwachsenenalter sinnvoll?
Ja, unbedingt.

Fazit: Zahnstellung als wichtiger Schutzfaktor

Zähneknirschen belastet Zähne und Kiefer erheblich. Eine korrigierte Zahn- und Bissstellung kann helfen, Fehlbelastungen zu reduzieren und die Zahnsubstanz langfristig zu schützen.

Patientinnen und Patienten, die unter Bruxismus leiden oder erste Abnutzungserscheinungen bemerken, erhalten bei
Dr. Barloi in Schloß Holte-Stukenbrock
kompetente Beratung, funktionelle Diagnostik und individuell abgestimmte Therapiekonzepte.