Zahnspange Kind Canva

Zahnspangenarten für Kinder erklärt

13. Februar 2025

Die Zahngesundheit von Kindern ist ein wichtiges Thema, denn frühzeitige Korrekturen können spätere Probleme vermeiden. Zahnspangen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sie helfen nicht nur dabei, schiefe Zähne zu begradigen, sondern können auch funktionelle Probleme im Kieferbereich beheben. Doch welche Zahnspangenarten gibt es für Kinder? Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Behandlung und welche Methode eignet sich am besten? Dieser umfassende Leitfaden beantwortet alle wichtigen Fragen rund um das Thema Zahnspangen für Kinder.

 

Warum sind Zahnspangen für Kinder wichtig?

Zahnfehlstellungen können aus verschiedenen Gründen entstehen. Manche Kinder haben von Geburt an einen zu engen Kiefer oder eine ungünstige Zahnstellung, während andere Fehlstellungen durch schlechte Angewohnheiten wie Daumenlutschen oder eine falsche Zungenhaltung entwickeln. Eine frühzeitige Behandlung kann dabei helfen, späteren Komplikationen wie Kiefergelenksproblemen oder Schwierigkeiten beim Kauen und Sprechen vorzubeugen.

Moderne Zahnspangen sind darauf ausgelegt, nicht nur ästhetische Verbesserungen zu erzielen, sondern auch eine gesunde Funktion des Gebisses zu unterstützen. Eltern fragen sich oft, wann der beste Zeitpunkt für eine Zahnkorrektur ist. In der Regel beginnt die kieferorthopädische Behandlung zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr, kann aber je nach individueller Situation auch früher oder später erforderlich sein.

 

Welche Zahnspangenarten gibt es für Kinder?

Es gibt verschiedene Arten von Zahnspangen, die je nach Art der Zahnfehlstellung eingesetzt werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen herausnehmbaren und festen Zahnspangen. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile und kommen in unterschiedlichen Situationen zum Einsatz.

 

Lose Zahnspangen – Flexibel einsetzbar

Herausnehmbare Zahnspangen bestehen meist aus einer Kunststoffplatte, die individuell an den Kiefer des Kindes angepasst wird. Sie werden mit Drahtbügeln an den Zähnen befestigt und können selbstständig herausgenommen werden. Diese Art der Zahnspange eignet sich besonders für Kinder, deren Zähne sich noch im Wachstum befinden, da sie den Kiefer sanft in die richtige Position lenkt.

Ein großer Vorteil ist die einfache Reinigung, da die Spange nicht dauerhaft im Mund verbleibt. Allerdings erfordert die Behandlung mit einer losen Zahnspange eine hohe Disziplin, da sie täglich mindestens 14 bis 16 Stunden getragen werden muss.

 

Feste Zahnspangen – Effektiv bei starken Fehlstellungen

Feste Zahnspangen bestehen aus Metall- oder Keramikbrackets, die direkt auf die Zähne geklebt werden. Sie sind mit dünnen Drähten verbunden, die nach und nach angepasst werden, um die Zähne in die gewünschte Position zu bewegen.

Diese Variante ist besonders effektiv bei schweren Zahn- oder Kieferfehlstellungen. Da die Spange dauerhaft im Mund bleibt, kann die Behandlung nicht unterbrochen werden, was zu schnelleren Ergebnissen führt. Allerdings erfordert eine feste Zahnspange eine besonders gründliche Mundhygiene, um Zahnbelag und Karies vorzubeugen.

 

Unsichtbare Zahnspangen – Eine moderne Alternative?

In den letzten Jahren wurden auch transparente Aligner als Alternative zur herkömmlichen Zahnspange populär. Sie bestehen aus durchsichtigen Kunststoffschienen, die individuell angefertigt und regelmäßig ausgetauscht werden. Obwohl sie für Erwachsene eine beliebte Option sind, werden sie bei Kindern nur selten eingesetzt, da sie eine hohe Disziplin beim Tragen erfordern.

 

Wann sollte ein Kind eine Zahnspange bekommen?

Der ideale Zeitpunkt für eine Zahnkorrektur hängt von verschiedenen Faktoren ab. In vielen Fällen wird eine Zahnspange erst dann empfohlen, wenn die bleibenden Zähne durchgebrochen sind. Dennoch gibt es auch frühe Behandlungen, die bereits im Milchzahngebiss beginnen, um schwerwiegende Fehlentwicklungen zu verhindern.

Ein Besuch beim Kieferorthopäden gibt Klarheit darüber, ob und wann eine Zahnspange notwendig ist. Eine gründliche Untersuchung hilft, die richtige Behandlungsmethode zu wählen und mögliche Alternativen abzuwägen.

 

Wie lange muss eine Zahnspange getragen werden?

Die Dauer der Behandlung variiert je nach Schwere der Zahnfehlstellung und der gewählten Methode. Während lose Zahnspangen oft über mehrere Jahre hinweg nur nachts getragen werden müssen, verbleiben feste Zahnspangen meist für 18 bis 24 Monate im Mund. Danach folgt häufig eine Retentionsphase, in der die Zähne mit speziellen Schienen stabilisiert werden, um ein erneutes Verschieben zu verhindern.

Die genaue Behandlungsdauer hängt jedoch stark von der individuellen Ausgangslage und der Mitarbeit des Kindes ab. Regelmäßige Kontrollen beim Kieferorthopäden sind entscheidend, um den Fortschritt der Behandlung zu überwachen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

 

Welche Kosten kommen auf Eltern zu?

Die Kosten für eine Zahnspange können je nach Art und Umfang der Behandlung stark variieren. In Deutschland übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für Zahnspangen teilweise oder vollständig, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht. Dabei wird das sogenannte kieferorthopädische Indikationssystem (KIG) genutzt, um den Schweregrad der Fehlstellung zu bestimmen.

Bei leichteren Zahnfehlstellungen müssen Eltern häufig selbst für die Behandlung aufkommen. In solchen Fällen kann eine private Zahnzusatzversicherung sinnvoll sein, um die finanzielle Belastung zu reduzieren.

 

Fazit – Welche Zahnspange ist die richtige?

Die Wahl der richtigen Zahnspange hängt von der individuellen Zahnsituation und den Bedürfnissen des Kindes ab. Während lose Zahnspangen eine sanfte und flexible Korrekturmöglichkeit bieten, sind feste Zahnspangen besonders effektiv bei komplexeren Fehlstellungen. Moderne unsichtbare Zahnspangen können eine ästhetische Alternative sein, erfordern jedoch eine hohe Disziplin.

Letztendlich sollte die Entscheidung gemeinsam mit einem erfahrenen Kieferorthopäden getroffen werden. Eine frühzeitige Beratung und regelmäßige Kontrollen stellen sicher, dass die Zahnkorrektur erfolgreich verläuft und das Kind am Ende ein gesundes, schönes Lächeln erhält.